Wer war Brian?        SF-Stories        Home

  Eine Tür fiel ins Schloss. Stare stoben aus Kirschbäumen, schrieben dunkle Kurven in den Himmel. Eine junge Frau war aus dem Haus gekommen und rief Brian etwas zu. Es war ein altes Haus. An seinen Mauern rankte Efeu empor. Auf den Fensterbänken Töpfe mit Geranien. Im Garten Rhododendren und Azaleen mit rosa, lila und gelben Farbtupfern, und Brian empfand Nostalgie, die er nicht zu deuten wusste. Stets war es der gleiche Traum. Dann, während er wieder mit dem kollektiven Bewusstsein verschmolz, lösten sich die Bilder auf.
  Brian träumte, auch im Computernetz. Träume. Der Mensch brauchte sie. Dann wurde er sich seiner Individualität bewusst. Bilder. Sie wurden mit jedem Traum schwächer, und er wurde wütend.
  "Du störst", las Brian die Gedanken des Dispatchers. "Du störst unser gemeinsames Vorhaben."
  "Entlasse mich", gab Brian zurück.
  "Ich entlasse dich. Nicht als organische Einheit. Das ist unmöglich. Wir bleiben in Kontakt." Dann erloschen Brians Gedanken.

soweit die Leseprobe. Weiteres in der Anthologie 'Schlag 13' des BeJot-Verlages 

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