Die Engelsbrücke
Ursprünglich wurde die
Brücke, die in der Antike als die schönste der Welt
galt, von Kaiser Hadrian gebaut. Er wollte mit ihr das Marsfeld direkt mit
seinem Mausoleum verbinden lassen. Die Einweihung der ehemals Pons Aelius
(nach Publius Aelius Hadrianus) benannten Tiberbrücke fand im Jahre 134 n.
Chr. statt.
Die Engelsbrücke stellte eine der Hauptbrücken Roms dar.
Sie wird zum einen deswegen Engelsbrücke genannt, weil sie direkt auf die

Engelsburg zuführt, zum anderen weil eine Reihe von Engelsstatuen auf ihr
aufgestellt sind. Die zehn prachtvollen Engel im Barockstil wurden von
Gianlorenzo Bernini und seinen Schülern geschaffen, dessen Werke das
römische Stadtbild bis heute entscheidend mitprägen. Die Engel tragen alle
Symbole, die mit der Passionsgeschichte verbunden sind, u.a. das Kreuz, die
Dornenkrone und die Lanze. Die Statuen auf der Brücke sind allerdings nur
Kopien. Die Originale stehen heute in der Kirche Sant' Andrea delle Fratte.
Am Eingang der Brücke sind zudem Statuen der Apostel Paulus und Petrus aus
der Mitte des 16. Jahrhunderts zu sehen. Ursprünglich bestand die Brücke aus
drei geschwungenen Bögen; im 17. Jahrhundert wurden an den Brückenköpfen
zwei kleinere Bögen ergänzt.
Diletta Nannicini